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03.02.2019

Neujahrsempfang der CDU Sulzfeld

 

Politprominenz beim CDU Neujahrsempfang in Sulzfeld

Neben zahlreichen Zuhörern konnte Helmut Schneider am vergangenen Sonntag, 3.2.2019, beim Neujahrsempfang der CDU Sulzfeld Gemeinderäte und -rätinnen, zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens sowie Bürgermeisterin Pfründer, Altbürgermeister Roth, Landtagsabgeordneten Kößler, Bundestagsabgeordneten Fischer und den Gastredner Daniel Caspary, Mitglied des europäischen Parlamentes, begrüßen. Nachdem ein Posaunentrio der Musikschule Bretten unter Leitung von Stephan Arendt überaus professionell die Zuhörer mit der Europahymne begrüßte, trat Axel Fischer, MdB, an den Rednerpult. Er bedankte sich herzlich für die Einladung und ist immer wieder froh, bei solchen Events mit den Mitbürgern ins Gespräch zu kommen. Er verwies auf das turbulente vergangene Jahr 2018. Hier gab es bei der CDU gravierende Umbrüche, wie z.B. die Regionalkonferenzen zur Wahl des bzw. der Parteivorsitzenden. Diese Konferenzen haben die interne Diskussionsbereitschaft der CDU Mitglieder fruchtbar angereichert und mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer ihren demokratischen Höhepunkt in der Partei gefunden. Er wies auf die Wichtigkeit der Europa- und Kommunalwahl hin.

In dieselbe Richtung ging auch das Grußwort von MdL Joachim Kößler, der mit dem Motto von Max Frisch genau die richtigen Worte fand. „Demokratie heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen!“ Kößler sieht in der Digitalisierung eine riesengroße Herausforderung für unser Land und mahnt diese rasante Entwicklung nicht zu versäumen. Hier sind alle aufgerufen, Land und Bund, diese Herausforderung zu meistern.

Nach einem wiederum schmissigen Musikstück des Posaunentrios trat dann Daniel Caspary an das Rednerpult. Caspary sieht sich als Macher und nahm die Zuhörer auf eine Geschichtsexkursion mit. Er ging in seinen Ausführungen zurück bis zum Römischen Reich und dessen Einfluss auf die Germanen. So entstanden durch die Römer u. a. Ladenburg und Baden-Baden. Die römische Kultur beeinflusste die damalige Welt. Erst durch den dreißigjährigen Krieg und das Mittelalter haben sich die damaligen Europäer zerstritten und China erlebte eine wirtschaftliche Blüte. Caspary meint, die Geschichte wiederholt sich und mahnt, dass sich Europa nicht durch andere Machthaber trennen lassen sollte. Er weist in diesem Zusammenhang auf Präsident Trump hin, der Deutschland und Frankreich gegeneinander ausspielen wollte. Ebenso agiert Putin, indem er mangels innenpolitischer Erfolge durch aggressive Vorgehensweisen, wie durch die Annexion der Halbinsel Krim, sowie der Unterstützung des Machthabers Assad seinen machtpolitischen Radius auszudehnen versucht. Caspary plädiert für eine einheitliche europäische Außenpolitik und gemeinsamen militärischen Auftretens. Dazu sei es notwendig einheitliche militärische Geräte einzuführen, um dann – wenn notwendig – gemeinsam gegen solche Machtpolitiker vorgehen zu können. Da sich die USA nicht länger als Weltpolizist sieht und die Einstellung vertritt, dass nur die größte und stärkste Nation sich durchsetzen kann, muss die Europäische Union dieses Machtvakuum füllen. Nur so ließe sich eine Spaltung Europas verhindern. Die EU muss sich breit aufstellen, um diesen Machtpolitikern Paroli zu bieten. Ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil der EU ist die sehr gute Vernetzung des europäischen Binnenmarktes. Vor allem die Autoindustrie ist auf die Zulieferungen von anderen Ländern angewiesen und er sieht im weiteren Ausbau der Handelsbeziehungen für die europäische Wirtschaft eine große Chance. Eine weitere Herausforderung ist der Ausbau der modernen Technologien. Das Internet hat die Welt in sehr kurzer Zeit sehr verändert und vor allem globalisiert. Dies können wir nur gemeinsam in der EU bewerkstelligen. Er appellierte an die Zuhörer unbedingt wählen zu gehen. Denn Machthaber wie Putin oder die chinesische Regierung versuchen immer mehr Einfluss auf die Demokratien zu nehmen und diese zu schwächen. Im Mai dieses Jahres wird bei den Wahlen entschieden über die Stabilität Europas und die gemeinsamen Interessen.

Wichtig ist auch, dass Europa die Beziehungen zu Afrika stabilisiert, indem hier Lebensbedingungen für die Menschen geschaffen werden, so dass diese nicht mehr flüchten wollen. Eindrucksvoll erklärt er den Zuhörern, dass die Bevölkerung in Ägypten seit 2016 täglich um ca. 7000 Menschen zunimmt. Das bedeutet, dass jährlich für ca. 2 Millionen Kinder zusätzlich Schulen und in ca. 15 Jahren zusätzliche Arbeitsplätze bzw. Studienplätze erforderlich werden. Deshalb muss Afrika durch europäische Wirtschaftspartnerschaften und private Investitionen stark gemacht werden. Hier muss verantwortungsvoll in die Infrastruktur und in den Ausbau von Industrie und Handel investiert werden. Eine neue Flüchtlingswelle würde die EU mitunter destabilisieren. Hierzu ist es wichtig, dass die europäische Marktordnung gegen chinesische Anfeindungen stabil ist.

Angesprochen auf den Brexit meint er, jetzt seien die Briten am Zuge. Sie müssten entscheiden, ob sie einen harten Brexit wollen, der für ihre Wirtschaft überaus schädlich wäre. Großbritannien zeige sehr deutlich, wie sich ein Land selbst lähmt und vielleicht auch zum Teil zerstört, wenn es die Gemeinschaft der EU verlässt. Zum Schluss seiner Rede ging Caspary noch einmal auf das römische Reich ein und meinte auch damals wurde dieses Reich, u. a. durch große Völkerwanderungen, zerstört. Dies solle man aus der Geschichte lernen und dafür sorgen, dass es sich nicht wiederholt.

Wichtig scheint Caspary auch die transparente Berichterstattung durch das europäische Parlament. Denn momentan ist dem Bürger nicht bekannt, welche Partei für welche Entscheidung im europäischen Parlament steht. Hier sieht er großen Verbesserungsbedarf. Er sieht im Wahljahr 2019 ein „Weichenjahr“, d.h. mit dieser Wahl muss das demokratische Europa gestärkt werden. Er rief die Zuhörer auf, sowohl für die Europawahl als auch für die Gemeinderatswahl Werbung zu machen. Gerade auch deshalb, um den „Anti-Europäern“ und „Anti-Demokraten“ keine Plattform zu geben.

Caspary wurde von den Zuhörern mit großem Applaus bedacht und nach dem gemeinsamen Singen der deutschen Nationalhymne beendete Helmut Schneider den Neujahrsempfang 2019. (WSH))


Zuletzt geändert am: 20.04.2019 um 16:18

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